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Travel | US-Westcoast Roadtrip: Vorbereitung & Planung inkl. Kostenübersicht

Viel zu lange habe ich euch einen Blogpost über unseren US-Westcoast Roadtrip versprochen. Dieser Post hier sollte bereits längst online sein und war auch bereits vor unserer Reise so gut wie fertig. ABER: leider habe ich den Text in einem Programm niedergeschrieben (= GMX Mailordner, Entwürfe), welches die Datei nach 3 Monaten automatisch löscht und nun deshalb nicht mehr vorhanden ist. LEIDER – denn der Post war sehr umfangreich. Aber ich hoffe, ich kann all die Informationen in diesem Beitrag wiedergeben. Heute möchte ich euch eine Übersicht von unserem Roadtrip geben. Das heißt folgendes: Vorbereitung, Planung der Route, Sehenswürdigkeiten, Flugbuchung, Visum, Versicherungen, Kostenüberblick und so weiter.

Die Reise – ein Überblick

In diesem Post habe ich euch bereits erzählt, wie es überhaupt zu der Reise kam. Im Oktober 2017 starteten wir unseren Roadtrip an der Westküste der Vereinigten Staaten. Unsere Reise dauerte 18 Tage und ging von Samstag, 14. Oktober 2017 bis Dienstag, 31. Oktober 2017. In diesen 18 Tagen legten wir ca. 4500 km mit dem Auto zurück. Wie die Route genau ausgesehen hatte, findet ihr weiter unten.  Vorweg kann ich sagen, dass die Reise einfach PERFEKT war. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke. Die Reise hätte nicht schöner verlaufen können, das Wetter war traumhaft schön, wir hatten jeden Tag Sonnenschein, die Sehenswürdigkeiten und Städte waren sehr beeindruckend und die Amerikaner wirklich unglaublich freundlich und hilfsbereit. Wenn ihr überlegt, so einen Roadtrip an der Westküste zu machen, kann ich euch nur sagen: MACHT ES!

Der Flug

Wir haben unseren Flug bei Austrian Airlines gebucht. Der Hinflug war ein Direktflug von Wien nach Los Angeles, was sehr angenehm war. Ich kann es jedem wirklich nur empfehlen, einen Direktflug zu buchen und lieber ein paar Euro mehr zu investieren. Beim Heimflug von San Francisco gab es die Möglichkeit eines Direktfluges nach Wien leider nicht, weshalb wir in Frankfurt am Main zwischenlanden und umsteigen mussten. Dies war leider sehr mühsam, da unser Flug bereits von San Francisco ca. 6 Stunden Verspätung hatte. Das heißt, wir haben auch unseren Anschlussflug von FRA nach VIE verpasst und mussten diesen auch noch umbuchen. Deshalb: Investiert eurer Geld lieber in einen Direktflug – wenn dies möglich ist. Wie gesagt, wir sind mit der Austrian Airlines hingeflogen (VIE-LAX,  Boeing 777) und mit der Lufthansa (SFO-FRA, Airbus A380) nachhause geflogen. Die Flüge waren wirklich sehr angenehm. Vor allem der Hinflug mit Austrian Airlines ist wirklich sehr empfehlenswert. Neben dem Direktflug war es uns auch wichtig, komfortable Sitzplätze zu haben (kleine Anmerkung: Mein Freund ist etwa 195 cm. groß und es wäre ansonsten mehr als unangenehm, seine Beine in so eine enge Reihe zu quetschen). Da First Class / Business Class leider viel zu teuer ist, haben wir Economy Class gebucht. Hier wiederum haben wir uns noch zwei Sitzplätze gegen Aufpreis (50 Euro pro Person, 25 Euro je Flug) reserviert. Da wir nicht in einer Reihe mit drei Plätzen sitzen wollten (so müssen wir entweder die Person, welche am Gang sitzt, immer fragen, ob wir aufstehen dürfen oder umgekehrt), haben wir zwei Plätze im hinteren Teil der Kabine gebucht, da es hier nur noch Zweier-Plätze gibt und wir somit 1. mehr Platz hatten und 2. wir keine dritte Person neben uns sitzen hatten. Der Flug hat pro Person inkl. Sitzplatzreservierung € 889 gekostet.

ESTA – Visum

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beantragung des Visums. Für die USA benötigt man das so genannte „ESTA„. Dieses muss man mittels Onlineformular beantragen. Hier muss man bereits einige Informationen, wie etwa Flugzeiten, die ersten Unterkünfte nach der Ankunft etc. angeben. Das Ausfüllen war etwas mühsam, da man wirklich ALLES bekannt geben musste. Das ESTA kostet übrigens $ 14 pro Person.

Mietauto inkl. Versicherung

Eines der wirklich schwierigsten Fragen war: Bei welchem Car-Rental-Unternehmen buchen wir unser Mietauto? Denn laut diversen Foren und Erzählungen von Freunden sind die Mietwagenvermittlungsagenturen richtige Abzocker. Nach langem Durchforsten sämtlicher Foren haben wir uns letztendlich für die Buchung via ADAC (HERTZ) entschieden. Dies war mit Abstand das Seriöseste, was Mietautos anbelangt. Da wir in etwa 4.500 km mit dem Auto gefahren sind, war es uns wichtig, ein komfortables Auto (und mit viel Stauraum!) zu haben. Wir haben uns für ein Auto der Klasse „Midsize SUV“ entschieden und haben bei der Ankunft in L.A. einen Kia Sportage erhalten, welcher uns wirklich gut über Stock und Stein gebracht hat.

Wir haben das Mietauto in L.A. ausgeborgt und in San Francisco zurückgeben. Beim Buchen haben wir darauf geachtet, dass wir „unbegrenzt“ viele Kilometer zurücklegen dürfen. Wir haben für den SUV und die 18 Tage ca. € 700 (inkl. Versicherung und ohne Selbstbehalt) bezahlt. Bei der Versicherung haben wir ebenfalls nicht gespart – gerade bei so einer großen Reise war es uns wichtig, lieber zu viel als zu wenig versichert zu sein.

internationaler Führerschein

Für das Autofahren benötigt man natürlich auch einen internationalen Führerschein (gültig für ein Jahr), welchen wir uns vorab beim ÖAMTC um 21,60 Euro pro Person ausstellen haben lassen.

Navigationssystem für die Reise

Ein weiterer wichtiger Punkt war es, das passende Navigationssystem zu finden. Da wir unsere Strecke vorab komplett definiert haben, mussten wir uns auch genau daran halten, da der Zeitplan für die Reise wirklich sehr straff war. Mein Freund hat die ganze Route vorab am PC mit dem Programm „GPSies“ geplant. Am Handy hat er sich dazu passend die Locus App heruntergeladen. Hier wiederum hat er sich die Offline-Karte (mit allen Straßen, Sehenswürdigkeiten, Lokalen, Tankstellen etc.) für die vier US-Bundesstaaten (Californien, Nevada, Arizona, Sedona) heruntergeladen. Die am PC geplante Datei im .gpx-Format hat er anschließend in die Locus-App am Handy geladen. Das hat wirklich alles perfekt funktioniert und kann dies jedem nur so empfehlen – ein herkömmliches Navi wäre nie so praktisch gewesen!

,,travel as much as you can, as far as you can and
as long as you can

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Versicherungspaket

Eine weitere Versicherung, welche wir abgeschlossen haben, war ein Gesamtpaket an den verschiedensten Versicherungen. Beinhaltet hat diese einen Stornoschutz ohne Selbstbehalt, eine Krankenversicherung, eine Reise- und Unfallversicherung als auch eine Reisegepäck- und Reiseschutzversicherung. Gebucht haben wir dieses Paket via Hanse Merkur und hat pro Person € 119 gekostet.

Handytarif

Obwohl es zwar an vielen öffentlichen Plätzen Wifi gibt, wollten wir uns dennoch mit einer speziellen Prepaid-Sim-Karte absichern. Gerade mitten in der Wüste – im Death Valley oder sonst wo – hat man keine Möglichkeit zu einem Wifi-Zugang. Wir haben uns deshalb bei „simly store“ eine Prepaid Sim-Karte (im Netz von AT&T) bestellt. Diese umfasste ein Datenvolumen von 3 GB für 60 Tage und kostete € 40.

Die Route und die Sehenswürdigkeiten

Wie bereits oben erwähnt, haben wir unseren Roadtrip in L.A. gestartet und ging in San Francisco zu Ende. Die Route ansich hat folgendermaßen ausgesehen:

Hier könnt ihr unsere ungefähre Route via Google Maps ansehen:

Los Angeles – Joshua Tree – Arizona Kingman, Seligman – Red Rock State Park – Grand Canyon – Page – Horseshoe Bend –
– Lower Antelope – Glen Canyon – Lake Powell – Monument Valley – Bryce Canyon – Zion Canyon – Valley of Fire – Las Vegas –
– Death Valley – Mono Lake – Manzanaz – Tioga Pass – Yosemite Nationalpark – San Francisco

Die Unterkünfte

Hotels

Für die meisten Unterkünfte haben wir Hotels (bzw. Motels) gebucht. Wir dachten anfangs zwar, dass wir viele airbnbs buchen werden, aber diese waren schlichtweg zu teuer. Vor allem wenn man jeden Tag eine neue, andere Unterkunft benötigt, sind Hotels wesentlich günstiger. Da man bei airbnbs meist zusätzliche Kosten (wie Servicegebühr und Reinigungsgebühr) zahlen muss. Wir haben die Unterkünfte alle schon im März, also über ein halbes Jahr vorher gebucht. Bei den meisten Unterkünften war das Preis-Leistungsverhältnis deshalb sehr gut! Außerdem ist es in einigen Gegenden wirklich schwierig, überhaupt Unterkünfte zu finden, weshalb wir trotz frühzeitiger Buchung oft bei einigen Sehenswürdigkeiten bzw.  beliebten Hotspots nur schwer Gutes und Passendes fanden (zB Death Valley, Grand Canyon, Bryce Canyon,….).

Mein Freund und ich buchen generell all unsere Reisen über www.booking.com, wir haben hiermit bisher immer die besten Erfahrungen gemacht und es gab wirklich noch nie Probleme. Außerdem sind die meisten Unterkünfte bis kurz vor Antritt stornierbar, was uns auch wichtig ist. Für unsere Reise haben wir folgende Hotels via booking.com gebucht. Die Preise sind inkl. Frühstück für zwei Personen:

Best Western Gardens Hotel at Joshua Tree € 102
Arabella Hotel Sedona € 125
Best Western Premier Grand Canyon Squire € 203
La Quinta Inn and Suites Page at Lake Powell € 320*
Best Western Plus Rubys Inn € 136
Bumbleberry Inn € 149
Platinum Hotel and Spa * € 135
The Ranch at Death Valley € 140
Walker River Lodge € 106
Highland House Bed an Breakfast € 146
* ohne Frühstück * 3 Nächte

Airbnb

Unterkünfte via airbnb haben wir lediglich zwei gebucht. Diese waren in San Franicsco und Los Angeles. Hier wiederum waren die Airbnbs günstiger als Hotels, da wir jeweils auch zwei bzw. drei Nächte gebucht haben. Nachstehend die Preise unserer airbnb Unterkünfte inkl. Frühstück für zwei Personen:

Air Bnb in San Francisco/Daly City bei Syd € 338 (3 N.)
airbnb in Los Angeles bei Joelle  € 238 (2 N.)

,,travel is the only thing you buy
that makes you richer

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Die Eintritte

Bei solch einem Roadtrip zahlt es sich auf alle Fälle aus den „America the Beautiful Pass“ zu kaufen. Dieser Pass ist in mehr als 2000 Nationalpark in so gut wie allen US-Bundesstaaten gültig. Den Pass zahlt man nicht pro Person, sondern wird pro Auto bezahlt und ist ab Ausstellungsdatum ein Jahr gültig. Gekostet hat dieser Pass 80 Dollar für ein Fahrzeug. Der America the Beautiful Pass ist übrigens in jedem Nationalpark erhältlich, welcher im Pass inkludiert ist. Meist ist der Pass bei der Übersicht der Eintrittskarten aber nicht angeführt – nachfragen lohnt sich also!

Die Packliste

Wenn ich auf Urlaub fahren, schreibe ich mir IMMER eine Packliste. Für unsere dreiwöchigen Amerikareise diese Liste natürlich noch essentieller als bei einem einwöchigen Sommerurlaub. Das Packen gestaltete sich hier noch schwieriger, als es ohnehin schon ist z.B durch stark schwankende Temperaturen (30 °F/0 °C bis 102 °F/39° C). Deshalb habe ich meine Packliste abgespeichert und stelle sie euch gerne zur Verfügung. HIER könnt ihr sie herunterladen.

Die Kostenaufstellung

Die Kosten beziehen sich auf die Buchung für eine Person:

 Flug  € 839
 Flugplatzreservierung  €   50
 Mietwagen inkl. -reservierung  € 350 (700 : 2)
 Eintritte, Tanken, Essen, Tickets, Souvenirs   € 475 (950 : 2)
 ESTA, int. Führerschein  €   35
 Handytarif   €   20 (40 : 2)
 Kranken- und Unfallversicherung  €   119
 Unterkünfte  € 1070
Umwechslung  € -> $  € 100 (200)
 America the Beautiful  € 40 (80:2)
 Gesamt 3.098

Insgesamt haben wir also ca. € 3.100 pro Kopf für die Reise bezahlt, was wirklich nicht viel ist, wie ich finde.

,,to travel is to inspire and to be inspired

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Hilfreiche Links

Ein wirklich hilfreiche Homepage für die Planung unserer Reise war die Seite www.usa-reisetipps.net. Hier bietet der Inhaber der Homepage ein wirklich tolles E-Book an, welches ca. 1000 Seiten umfasst. Wir haben uns dieses um ca. schlappe € 9,45 gekauft und dieses bildete die Basis unserer Reise.

Ich hoffe, ich konnte den Ein oder Anderen nützliche Tipps für die Planung einer Reise geben. Falls ihr noch nähere Informationen und Fragen zu den einzelnen Themen habt, kann ich euch gerne weiterhelfen. Demnächst folgen die einzelnen Posts zu unserem Trip mit gaaaaanz vielen wundervollen Fotos! Ich hoffe ihr seid gespannt und freut euch auf die kommenden Berichte!

1 Comment

  • Reply
    Melanie
    20. Februar 2018 at 13:09

    Ein richtig spannender und ausführlicher Post! Vielen Dank für deine detaillierte Preisaufstellung. Von dem „America the beautiful pass“ habe ich zuvor noch nie gehört. Ich werde mir die Tipps auf jeden Fall gleich einmal notieren. Da ich schon seit langer Zeit einmal die Westküste besuchen mag, kann man sich ja nie zu früh informieren. Ebenfalls wusste ich nicht, dass es einen Direktflug nach LA gibt – wie cool ist denn das? 😀

    Liebste Grüße
    Melanie

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